Sprachförderung

Ein liebevoller und verständiger Umgang miteinander ist Vorraussetzung für eine gelungene Sprachentwicklung. So soll unser Grundsatz des demokratischen Miteinanders auch im Bereich der Sprache dazu führen, dass die Kinder ermuntert und befähigt werden, sich mit Hilfe ihrer sprachlichen Ausdrucksfähigkeit untereinander und mit den Erzieherinnen zu verständigen. Das Mitteilen von Befindlichkeiten, Wünschen und Gedanken, aber auch Konfliktbewältigung und Wissensaneignung sollen zunehmend über die Sprache erfolgen. Wir wollen den Kindern ermöglichen, sich sprachlich mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen.

Grundlagen für die Förderung sind Kenntnisse über den allgemeinen Verlauf der Sprachentwicklung sowie die Beobachtung des individuellen Sprachstands der einzelnen Kinder. Besondere Beachtung schenken wir dem Zusammenhang mit dem Entwicklungsstand in anderen Bereichen (insbesondere Motorik und sensorische Integration).

Ein spezielles Augenmerk richten wir auf das sprachfördernde Erzieherverhalten. Wir rufen uns immer wieder ins Bewusstsein, welchen Einfluss unser eigenes Sprachverhalten hat und welche Bedeutung uns als Sprachvorbild zukommt. Auch das aktive Zuhören spielt dabei eine große Rolle und wirkt in hohem Maße unterstützend.

Ganzheitliche Sprachförderung

Die Sprachförderung in unserer Einrichtung erfolgt ganzheitlich. Das bedeutet, dass Sprache nicht programmatisch vermittelt wird, sondern in das Alltagsgeschehen eingebettet und mit allen Sinnen erlebbar gemacht wird.

Weil Sprachentwicklung eben in engem Zusammenhang mit der Wahrnehmungs- und Bewegungsentwicklung steht, wollen wir den Kindern vielfältige Sinnes- und Bewegungserfahrungen ermöglichen. So können die Kinder auf einer breiten Grundlage ihren sprachlichen Erfahrungsschatz aufbauen. Das oben erwähnte Waldprojekt wirkt auch in diesem Bereich besonders unterstützend.

Die Sprachförderung bei den Kindern unter Drei beinhaltet in besonderem Maß Anteile aus Musik und Rhythmik. Zudem berücksichtigen wir, dass diese Altersstufe Sprache leichter lernt, wenn sie von Gesten und Bewegungen begleitet wird.

Um das Interesse der Kinder an Literatur zu wecken, bietet bereits die Krabbelgruppe eine Leseecke mit entsprechenden Büchern. Das wird in der Gruppe für die Älteren fortgeführt und weiter ausgebaut, indem das Betrachten, Vorlesen und Arbeiten mit Büchern und Texten im Alltag und in allen Projekten seinen Platz erhält.