Waldprojekt

Um den Erfahrensschatz der Kinder zu vergrößern, wird jährlich im Frühling und im Herbst ein Waldprojekt durchgeführt. 12-15 Kinder verbringen bis zu vier Wochen lang die Vormittage im Wald. Je nach Alter bestimmt ein Thema, das sich auf die Umgebung und die Interessen der Kinder bezieht, einen Teil der Aktivitäten. Für die jüngeren Kinder ist es nicht so wichtig, ein umfangreiches Programm anzubieten. Für sie ist das freie Spiel in der nicht so vertrauten Umgebung und die Auseinandersetzung mit den anderen Kindern bedeutsam.

Aber auch mit den Älteren laufen nebenbei viele kleine Episoden, Gespräche und Aktivitäten ab, die mit dem Projektthema nichts zu tun haben, aber mindestens genauso wichtig sind – eben Kindergartenalltag, nur im Wald. Ganz nebenbei lernen die Kinder den Wald und seine Bewohner kennen und bekommen einen kleinen Einblick in den Umweltschutz.

 Verschiedene Gründe haben uns zu diesem Projekt bewogen:

Die Natur bietet das schönste Spielzeug. Der natürliche Bewegungsdrang kann ausgelebt werden, so dass Aggressionen seltener entstehen. Es gibt keine Lärmbelästigung. Im Wald benötigen wir weniger Regeln.

Das Erleben des Waldes ist wie ein Abenteuer. Die Phantasie und Kreativität der Kinder wird angeregt. Sie können ihre Kräfte und ihr Geschick erproben und erfahren, wo ihre Grenzen und Fortschritte liegen z.B. durch balancieren und klettern. Ebenso wird die Kommunikation in den Gruppen gefördert.

Für die „Daheimgebliebenen“ ist die Zeit im Kindergarten während des Waldprojekts auch von Vorteil. Da die Gruppe kleiner ist, geht es ruhiger zu. Es bleibt mehr Zeit, sich mit einzelnen Kindern zu beschäftigen oder Dinge zu tun, für  die die Gesamtgruppe sonst zu groß ist.